Lernfabrik 4.0


Digitalisierung unserer Arbeitswelt
Die "Lernfabrik 4.0" an der Gewerblichen Schule Ehingen

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zur Lernfabrik 4.0 An der Gewerblichen Schule Ehingen, einer beruflichen Schule des Alb-Donau-Kreises wurde am 20. März 2017 die neue "Lernfabrik 4.0" in Betrieb genommen. Dazu unterzeichneten, im Bild von links nach rechts,

  • Dr. Ulrich Hamme (Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Gewerblichen Schule e. V.),
  • Landrat Heiner Scheffold (für den Alb-Donau-Kreis)
  • Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle (für die IHK Ulm)
    im Beisein von
  • Jochen Münz (Schulleiter der Gewerblichen Schule Ehingen)
eine Kooperationsvereinbarung.


Die drei Kooperationspartner unterstützen und begleiten die "Lernfabrik 4.0" in ihrem Betrieb und ihrer Entwicklung. Dazu wurde ein Beirat gebildet, dem Vertreter der Kooperationspartner, der Gewerblichen Schule Ehingen sowie drei Vertreter von Unternehmen angehören. Die konstituierende Sitzung des Beirats fand am 18. Juli 2017 statt.

Kreisrätinnen und Kreisräte informierten sich über die Lernfabrik 4.0 Die "Lernfabrik 4.0" vermittelt Fachwissen zur Herstellung und Bearbeitung von Werkstücken im Rahmen einer digitalisierten und automatisierten Produktionstechnologie. Zu den Komponenten der Lernfabrik gehören ein selbstfahrender Mobilroboter, eine automatisierte Montage- und Bearbeitungslinie von Werkstücken und eine CNC-Drehmaschine. Bearbeitungsschritte wie Drucken, Trocknen, Wenden werden nacheinander durchlaufen.

Landrat Heiner Scheffold betonte bei der Inbetriebnahme der Lernfabrik: "Wir spielen als Landkreis unsere Rolle als Schulträger gerne aktiv. Denn bei der Wahl von Standorten durch Unternehmen oder von Lebensmittelpunkten von Bürgerinnen und Bürgern ist die Bildungslandschaft von mitentscheidender Bedeutung." Deshalb seien die Investitionen des Alb-Donau-Kreises in die neue Lernfabrik gut angelegtes Geld.

"Die Digitalisierung erfordert lebenslanges Lernen. Wir haben deshalb neben der Ausbildung auch die Weiterbildung fest im Blick. Nur wenn wir unsere Fachkräfte schnell fit machen für die Anforderungen der Zukunft, werden wir das volle Potenzial von Industrie 4.0 nutzbar machen können. Mit der "Lernfabrik 4.0" schaffen wir die ideale Lernplattform, um die Digitalisierung in den Mittelstand zu tragen", ist sich IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle sicher.

Eine Schachfigur für Landrat Heiner Scheffold – made by Lernfabrik 4.0 Die duale Schul- und Berufsausbildung, Grundlage für einen reibungslosen Einstieg ins Arbeitsleben, sollte den zu erwartenden Anforderungen im Beruf immer mindes-tens einen Schritt voraus sein", sagte Dr. Ulrich Hamme, Vorsitzender des Fördervereins der Gewerblichen Schule. "Dies in der Praxis zu gewährleisten, ist nicht immer einfach. Gerade deshalb ist es wichtig, mit solchen Projekten wie der "Lernfabrik 4.0" - über die Grundausstattung hinaus - Fahrt aufzunehmen, um Ausbildung möglichst nah an den Erfordernissen der sich ständig verändernden Arbeitswelt zu orientieren."

Die Einrichtung der "Lernfabrik 4.0" geht auf einen Beschluss des Kreistagsausschusses für Bildung, Gesundheit, Kultur und Soziales vom September 2015 zurück. Die IHK Ulm hatte kurz danach eine Kofinanzierung in Höhe von bis zu 100.000 Euro zugesagt.

Nachdem es wegen zahlreicher ähnlicher Anträge aus anderen Landkreisen nicht gelungen war, eine Förderung des Landes zu erhalten, beschloss der Ausschuss des Kreistags, die Lernfabrik auch ohne einen Landeszuschuss einzurichten.

Der Eigenanteil des Alb-Donau-Kreises dazu beläuft sich auf 350.000 Euro. Die Gesamtkosten für die von der Firma Festo Didactic, Denkendorf hergestellten "Lernfabrik 4.0" belaufen sich auf 505.000 Euro. Darin eingeschlossen ist der Anteil der IHK mit 100.000 Euro. Die restlichen Mittel kommen ebenfalls vom Alb-Donau-Kreis und dienten dem Kauf der in die Lernfabrik integrierten CNC-Drehmaschine.

Text und Bild: Bernd Weltin


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